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Sonntag, 25. August 2013

Überbackenen Sommergemüse




Die letzten sommerlichen Tage genießend, habe ich heute wieder mal ein leichtes Sommergericht in petto, welches man herrlich entspannt auf Balkonien mit einem köstlichen Gläschen Vino in der Abendsonne genießen kann. Oder natürlich wo und wann man sonst so mag. Um aber auch die „Küchenwissenschaft“ nicht aus dem Auge zu verlieren, möchte ich heute das Thema Aubergine etwas weiter vertiefen. Einen ersten Überblick über das Thema hatte ich bereits im Blogbeitrag "Garniertes Hähnchen" gegeben. 

Heute möchte ich das Thema mit dem Salzen oder Nicht-Salzen auseinandersetzen. Hierüber scheiden sich bekanntlich viele Küchengeister. Deshalb habe ich mich mal genauer mit diesem Thema auseinandergesetzt und folgendes herausgefunden:

In vielen Rezepten wird die Aubergine zunächst in Scheiben geschnitten, gesalzen und wie die Hausfrauen sagen, die Aubergine zum „Weinen“ gebracht. Dabei soll das Salz osmotischen wirken und den Gemüsesaft samt den im Gemüse enthaltenen Bitterstoffen aus der Schnittfläche ziehen. Nach einer bestimmten Wartezeit - der eine mag es länger, der andere kürzer – werden die Auberginenscheiben abgewaschen und wie gewohnt weiter verarbeitet.

Natürlich gibt es, wie im letzten Beitrag beschrieben,  rund um den Globus viele verschiedene Sorten der Aubergine. Die eine ist bitterer, die andere nicht so. Die neuen Züchtungen werden ohne Bitterstoffe gezüchtet, weswegen das salzen heutzutage überflüssig geworden ist. Aber im Grund kann man das halten, wie man mag. Am besten einfach einmal beide Varianten ausprobieren und eigene Schlüsse über die Notwendigkeit des Salzens und „Weinens“ ziehen.

Wird die Aubergine nur kurz gekocht, dann ist das Salzen ein guter Trick um dem Gemüse das Wasser zu entziehen und dadurch eine angenehmere Konsistenz zu schaffen.

Gegen das braun werden des Fruchtfleisches an der Luft, reichen ein paar Spritzer Zitrone oder Öl aus.

So und wer nun Lust und Laune hat, der kann in Vorbereitung auf das folgende Rezept, schon mal die Auberginen „weinen“ lassen. 

Na dann, viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!
- wünscht Euch Eure RezepteHexe


ÜBERBACKENES SOMMERGEMÜSE

















Zutaten für 4 Personen:

2 Auberginen
2 Zucchini
400g Hüttenkäse
250g Cherrytomaten
1 große Zwiebel
Salz, Pfeffer und andere Gewürze nach Belieben


Zubereitung:

Die Auberginen und Zucchini waschen und in gleich dicke Scheiben  schneiden, damit die Garzeit im Backofen gleich lang ist, und nicht das eine Gemüse schon zerkocht während das andere noch halb roh ist.
Dann alles gleichmäßig in eine gefettete Auflaufform schichten und den Hüttenkäse sorgfältig darüber verteilen. Etwas Öl über das vorbereitete Gemüse geben und ca. 25 Minuten im Backofen bei Umluft und 180 Grad backen lassen.

Zwischenzeitlich die Cherrytomaten waschen und halbieren, sowie die Zwiebeln putzen und in Würfel schneiden. Anschließend beides über das bereits vorgebackene Gemüse gegeben und weitere 10 Minuten im Ofen garen gelassen. Im Anschluss das Gemüse aus dem Ofen nehmen, nach Belieben würzen und appetitlich anrichten. Nach Lust und Laune entweder frisches Baguette oder ein paar Scheiben Vollkornbrot dazu reichen.

Dazu empfehle ich heute einen 2007er Rioja Reserva von Julian Madrid. Eine sehr gute Freundin hat mir zu einem besonderen Anlass eine Flasche davon geschenkt. Sehr, sehr lecker, sage ich nur. Man erkennt ihn im Übrigen sofort am Fingerabdruck mit
Traubenstiel auf dem Etikett. Wie ich finde, eine sehr gelungene und individuelle Aufmachung.

Und nun besser mal genießen, bevor es kalt wird. J

Guten Appetit! oder ¡Qué aproveche! – wie es der Spanier sagen würde.

Donnerstag, 15. August 2013

Rote-Bete-Caprese


Wenn ich so aus dem Fenster schaue, habe ich das Gefühl, dass der Sommer so langsam schon wieder vorbei ist und der Herbst vorsichtig um die Ecke lunzt. Somit habe ich mich heute mal auf die Suche nach einem leckeren Rezept für die Übergangszeit gemacht.

Wer noch nicht weiß, was ein Caprese ist, dem werde heute geholfen. J

Es handelt sich dabei um einen italienischen Vorspeisensalat, zubereitet aus Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl, der mit Salz und schwarzem Pfeffer gewürzt wird. Vorsicht: Im Ausland wird häufig Aceto balsamico darüber gegeben, dies ist jedoch nicht authentisch. Besonders bevorzugt ist für die Zubereitung eines Capreses der Büffelmozzarella.

Wegen seiner der Flagge Italiens entsprechenden Farben rot, weiß und grün, gilt er als Nationalgericht, welches vorallem im Sommer sehr beliebt ist.

Um aber einen feinen Übergang in den Herbst zu finden, gibt es heute bei mir eine ganz andere Art des Capreses – und zwar mit Roter Beete. Man darf einmal wieder gespannt sein, es ausprobieren und auf sich wirken lassen.

Viel Spaß!
- wünscht eure RezepteHexe


ROTE-BETE-CAPRESE

Foto: Raúl Belles Tena

















Zutaten für 2 Personen:

250 g Rote Beete (gekocht, vakuumverpackt)
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
1  Büffel-Mozzarella
Schnittlauchröllchen

1 Vollkorn-Baguette


Zubereitung:

Die Rote Bete aus der Verpackung nehmen und gut abtropfen lassen.
Rote Bete und Mozzarella in Scheiben schneiden, dachziegelartig auf einem Teller anrichten. Olivenöl darüber träufeln und  das ganze dann mit Schnittlauch bestreuen.

Das Vollkorn-Baguette in Schreiben schneiden und dazu servieren.

Hierzu passt am Besten ein italienischer Weißwein. Wie wäre es denn mal mit einem Pecorino?!

Bon appetito!

Sonntag, 28. Juli 2013

Selbstgemachtes Müsli mit frischen Früchten

Besonders jetzt im Sommer habe ich zum Frühstück öfter Lust auf ein frisches,  fruchtiges Müsli. Das liegt wohl auch daran, dass gerade im Sommer das Obstangebot sehr reichhaltig ist. Außerdem spenden uns die Früchte der Saison besonders viele Vitamine und wirken dazu noch erfrischend.

Ob süß oder sauer, gerade jetzt sollte man bei heimischen Obstsorten ordentlich zuschlagen und von den schmackhaften Früchten profitieren. Man kann viele Früchte nicht nur roh verzehren, sondern ebenso einfrieren, einkochen, einlegen, zu Marmelade verarbeiten oder zum Kuchen backen verwenden.

Alle Früchte sollten stets frisch sein, damit man ihren vollen Genuss erleben kann. Wenn die Oberfläche schrumpelig wird, die Stiele nicht mehr grün sind oder bereits Schimmelansätze zum Vorschein kommen, sollte man auf den Verzehr verzichten.

Manche Früchte, insbesondere Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen, Pflaumen, Äpfel und sogar Heidelbeeren, müssen nach dem Kauf teilweise noch nachreifen, damit sie ihren vollen Geschmack entfalten.

Leider sind die Zutaten für mein Lieblingsmüsli aus unterschiedlichen Jahreszeiten, die Beeren im Sommer und die Mandarinen im Winter. Dennoch empfinde ich die Kombination als besonders erfrischend und möchte euch das Rezept vorallem deswegen vorstellen. Außerdem kann man es in allen Saisonen genießen, da man im Sommer zu den frischen Beeren Mandarinen aus der Dose und im Winter zu den frischen Mandarinen auch Tiefkühl-Beeren nehmen kann.

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren und variieren!


SELBSTGEMACHTES MÜSLI MIT FRISCHEN FRÜCHTEN 

















Zutaten für 1 Portion:

40 g Haferflocken
1 Esslöffel Edelkastanienflocken oder ersatzweise gemahlene Mandeln
150g Naturjoghurt 1,5%
1 Handvoll Heidelbeeren, Brombeeren oder Himbeeren ersatzweise TK-Beeren
1 Mandarine oder ersatzweise Mandarinen aus der Dose


Zubereitung:

Die geschälten Mandarinen klein schneiden oder mit dem Pürierstab zerkleinern und unter den Naturjoghurt heben. Die Haferflocken zusammen mit den Edelkastanien gut vermischen und zusammen mit einem Teil der Beeren ebenfalls unter die Joghurtmasse rühren. Frühstücksmüsli mit den restlichen Beeren appetitlich anrichten und servieren.

Dazu gibt es einen Milchkaffee, Tee und/oder frischgepressten Orangensaft, ganz nach Belieben.

Ich wünsche viel Spaß beim Genießen.

TIPP: Wie wäre es denn mal mit Frühstück auf Balkonien?! J


Freitag, 5. Juli 2013

Leckere Bohnenpfanne mit Feta


Lecker geht es heute mit dem ursprünglich aus Griechenland stammenden Fetakäse einher. Echter Feta besteht ausschließlich aus Schafs- und/oder Ziegenmilch. Seit Beschluss einer entsprechenden EU-Verordnung darf er auch nur in Griechenland hergestellt werden.

Der krümelige, weiße Käse ist ein Salzlakenkäse. Für seine Herstellung wird geronnene Milch gepresst und mit Salz und Molke in Fässern geschichtet, wo er dann während des Reifeprozesses in der Lake Flüssigkeit verliert und dadurch fester wird. Das fertige Produkt ist ein halbfester Schnittkäse mit einem Fettgehalt von ca. 45% i. Tr.  

Fetakäse hat einen relativ hohen Salzgehalt und verleiht mit seinem Schafsmilcharoma jedem Gericht eine säuerliche Frische. Wem der Fetakäse allerdings zu salzig ist, der kann Abhilfe schaffen. Einfach vor der Verwendung einige Zeit in Wasser einlegen und der Salzanteil wird verringert.

Feta heißt übersetzt „Scheibe“ und der Feta wird ja auch tatsächlich in Scheiben geschnitten und in Salzwasser oder Öl eingelegt im Handel angeboten. Weil der Käse auch außerhalb Griechenlands immer beliebter wurde, stellte man letztendlich auch Salzlakenkäse in deutschen oder dänischen Molkereien her. Allerdings wurde dieser meistens aus Kuhmilch hergestellt, die wesentlich günstiger ist als Schafs- oder Ziegenmilch. Früher hat man diese Käse auch Feta genannt, aber seit der EU-Verordnung tragen Sie in Deutschland oft Namen wie Hirtenkäse oder Käse griechischer Art. Nur in Australien ist der Käse und „danish cheese“ = dänischer Käse bekannt.

Das bekannteste Gericht mit Feta ist wohl der Griechische Salat, aber er kommt auch in vielen anderen Leckereien zum Einsatz. Auch Pur oder zusammen mit Oliven wird er gerne gesnackt. Feta eignet sich außerdem auch gut zum Überbacken oder kann paniert in der Pfanne ausgebacken werden. Ich möchte ihn heute verwenden um meiner Bohnenpfanne ein herzhaft frisches Aroma zu verleihen.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren.

TIPP: Bei Schwangeren Köchen oder Gästen bitte darauf achten, dass der Käse aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. Falls nichts auf der Packung steht, zum Wohle des Kindes lieber drauf verzichten.


BOHNENPFANNE MIT FETA

















Zutaten für 2 Personen:

75 g getrocknete weiße Bohnen
75 g getrocknete rote Bohnen
250 g   Möhren
1 rote Zwiebel          
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
2 Zweige Bohnenkraut
1/8 l Gemüsebrühe
½ Bund Petersilie
100 g   Fetakäse
Etwas Salz und Pfeffer zum Abschmecken


Zubereitung:

Die Bohnen gut ½ Stunde in Wasser einweichen oder einfach auf Bohnen aus der Dose zurückgreifen, wenn es schneller gehen soll. In ein Sieb geben und das Einweichwasser auswaschen und abtropfen lassen. In einen Topf Wasser zum Kochen bringen und die Bohnen ca. 20 Minuten auf Mittlerer Hitze köcheln lassen, dann abgießen und wieder abtropfen lassen.

Während dessen das Bohnenkraut waschen, trockenschütteln und fein hacken. Die Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken, sowie Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Die Möhren dazu geben und auch nach 5 Minuten die Bohnen hinzufügen. Das Bohnenkraut dazu geben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse mit der Brühe aufgießen und alles 5 Minuten weiter dünsten. Während dessen die Petersilie abbrausen, trockenschütteln, hacken und untermischen. Kurz vor dem Servieren den Feta zerbröckeln und über die Bohnenpfanne streuen.

Alles auf einem Teller anrichten oder einfach in der Pfanne servieren. Dazu gibt es einen trockenen Weißwein für die Damen und ein lecker Bierchen für die Herren.

Guten Appetit!!! J

Pro Portion enthält dieses Gericht etwa: 25 g Eiweiß / 20 g Fett /40 g Kohlenhydrate 439 kcal.